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Gehirndegeneration im Licht der Genforschung

Prof. Dr.Georg Auburger Experimentelle Neurologie
am 7. Juli 2014

Wie entstehen die Degenerationskrankheiten des Nervensystems im Alter? Patienten mit Alzheimer, Parkinson, Huntington und Ataxie brauchen Antworten auf diese Frage.

Die Komplexität im Gehirn und die Vielfältigkeit von Umweltereignissen während des ganzen Lebens erschweren die Forschung dazu. Jetzt ist es durch die Analyse von Großfamilien mit Vererbung solcher Krankheiten gelungen, verantwortliche Gendefekte zu identifizieren. Zur Überraschung der Ärzte lassen sich deren Effekte (wie Unlöslichkeit und Abbaustörung des Krankheitsproteins, Sequestrierung von Interaktoren, veränderte Expressionsprofile) auch außerhalb des Nervensystems nachweisen, und schon Jahrzehnte vor Erscheinen der Krankheitssymptome. Insbesondere Störungen im lebenslangen Zyklus, wie Gen-Aktivitäten auf Nahrungsaufnahme reagieren, sowie auf Hungerperioden und ähnlichen Stress, scheinen kumulative Effekte auf die Gesundheit des Gehirns zu haben.

Die Vorhersage von Krankheitsrisiken wird jetzt laufend verbessert. Unser Verständnis wächst ständig, wie Moleküle und Stoffwechsel betroffen sind. Ab wann werden vorbeugende Behandlungen zur Linderung und Heilung möglich?

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