Wenn Rhythmus bewegt: Verarbeitung von Sprache und Musik im Gehirn

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6. Juli 2026
PD Dr. Johanna Rimmele
Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik
Sprache und Musik sind grundlegende Bestandteile unseres Alltags. Sie prägen Kommunikation und soziale Interaktionen und tragen wesentlich zu Wohlbefinden und psychischer Gesundheit bei. Beim Hören von Musik regt insbesondere der Rhythmus unseren Körper zur Bewegung an. Dies verdeutlicht die enge Verbindung zwischen Hör- und motorischem System. Tatsächlich wird das motorische System nicht nur während aktiver Bewegung, sondern auch beim passiven Hören von Sprache oder Musik aktiviert. Darüber hinaus wird Rhythmus mit einer verbesserten Erinnerung an sprachliche Inhalte in Verbindung gebracht, möglicherweise durch Wechselwirkungen zwischen motorischen, Belohnungs- und Gedächtnissystemen des Gehirns. Interessanterweise unterscheiden sich Menschen darin, wie stark ihr motorisches System beim Hören von Klängen aktiviert wird. In ihrem Vortrag präsentierte Dr. Rimmele mehrere Studien, in denen mithilfe von Verhaltensmessungen, computergestützten Modellierungsansätzen sowie Magnetenzephalographie (MEG) und Elektroenzephalographie (EEG) untersucht wurde, wie die individuelle Stärke der Rekrutierung des motorischen Systems mit der Wahrnehmung und dem Gedächtnis für Sprache und Musik zusammenhängt.
Internes ICNF mini-symposium
– präsentieren, netzwerken, genießen –
Mittwoch, September 27, 2023
am Campus Riedberg, Otto-Stern-Zentrum
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Programm
6. rmn² lecture in Frankfurt
Es war eine große Freude, Prof. Magdalena Götz, eine preisgekrönte Neurobiologin und eine führende Vertreterin der Stammzellforschung am 22. Januar in Frankfurt zur 6. rmn² lecture begrüßen zu dürfen.
CRC 1080
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt dritte Förderperiode für den Sonderforschungsbereich 1080 „Molekulare und zelluläre Mechanismen der neuronalen Homöostase“.
Der 2013 gestartete SFB 1080 wurde zum zweiten Mal um vier Jahre verlängert, so dass die Förderung bis 2024 andauern wird. Koordinator ist die Goethe-Universität mit Prof. Amparo Acker-Palmer als Sprecherin. Die DFG stellt für die nächsten vier Jahre 2 Mio. € pro Jahr für die Forschung zur Verfügung. Im SFB 1080 untersuchen Wissenschaftler verschiedener Disziplinen, wie das Gehirn und das Nervensystem als komplexes System Stabilität bewahren und gleichzeitig zugänglich und flexibel bleiben kann.
Prof. Dr. Jochen Triesch Koordinator von „Computational Connectomics”
Prof. Dr. Jochen Triesch (Vorstandsmitglied des IZNF, Senior-Fellow und Vorstandsmitglied des FIAS) ist Koordinator des neuen Schwerpunktprogramms (SPP) „Computational Connectomics”. Das noch junge Gebiet Connectomics beschäftigt sich mit der Erstellung und Untersuchung von detaillierten Karten, welche die Verbindungen innerhalb eines Nervensystems in einem Organismus in bislang ungekanntem Ausmaß und mit beispielloser Präzision darstellen.
Materialien zum Vortrag von Prof. Singer
Vortragsfolien und Audio-Mitschnitt des Vortrags von Prof. Wolf Singer im Rahmen der 1. rmn² lecture
ERC Advanced Grant für Amparo Acker-Palmer
Wie „sprechen“ Nervenzellen und Blutgefäße miteinander? Neurobiologin Amparo Acker-Palmer erhält ERC Advanced Grant /2,5 Millionen Euro für 5 Jahre.
Bernstein Preis 2013 für Hermann Cuntz
Für seine Forschung über den Aufbau neuronaler Verschaltungen wird Hermann Cuntz vom Frankfurter Ernst Strüngmann Institute (ESI) for Neuroscience in Cooperation with Max Planck Society mit einem der attraktivsten Nachwuchsförderpreise ausgezeichnet.
ERC Starting Grant für Ilka Diester
Ilka Diester vom Frankfurter Ernst Strüngmann Institute (ESI) for Neuroscience in Cooperation with Max Planck Society hat sich erfolgreich um einen ERC Starting Grant beworben.
