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Epilepsie – Epidemiologie, Folgen und neue Therapieansätze

Prof. Dr. Felix Rosenow, Epilepsiezentrum Frankfurt Rhein-Main, Klinik für Neurologie
Universitätsklinikum Frankfurt
am 29. Januar 2018

Epilepsie ist mit weltweit mehr als 50 Mio Betroffenen eine der häufigsten chronisch-neurologischen Erkrankungen. Patienten mit Epilepsie leiden unter einer 2-3-fach erhöhten Sterblichkeit, psychischen Begleiterkrankungen wie Depression oder Angststörung, verminderter sozialer Teilhabe und Lebensqualität.

Da Epilepsien verschiedenste Ursachen haben, muss die Therapie im besten Falle auf den einzelnen Patienten und seine persönlichen Eigenschaften ausgerichtet, also personalisiert bzw. individualisiert sein. Die heute eingesetzte medikamentöse Standardtherapie ist eine relativ unspezifische und symptomatisch wirksame Therapie, welche nur darauf zielt, die Anfälle einzudämmen, ohne krankheitsmodifizierend zu sein. Bei 30% der Betroffenen kann die Epilepsie so nicht erfolgreich behandelt werden, viele leiden unter behandlungsbedingten Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Reizbarkeit, Schwindel etc.

Durch moderne diagnostische Verfahren der Bildgebung (MRT) und der Genetik lassen sich inzwischen aber immer häufiger spezifische Hirnläsionen oder spezifische Genvarianten ermitteln, die einen personalisierten, z.T. sogar präzisionsmedizinischen Behandlungsansatz erlauben.

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