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Aspekte einer modernen Schmerztherapie

Prof. Dr. Dr. Gerd Geisslinger, Direktor des Instituts für Klinische Pharmakologie am 14. März 2011

Schmerz ist eines der häufigsten Symptome einer lokalen Gewebeschädigung oder einer Krankheit und ist auch der häufigste Grund für einen Arztbesuch. Nach ihrer Entstehung lassen sich Schmerzen grob in 3 Typen einteilen: Den sogenannten akuten physiologischen Schmerz, der eine Warnfunktion inne hat und lebensnotwendig ist, um Verletzungen zu bemerken und einer dadurch hervorgerufenen Verstümmelung vorzubeugen, den Entzündungsschmerz, der im Rahmen von Gewebeschädigungen (Entzündungen) entsteht und den neuropathischen Schmerz, der entsteht, wenn Nerven durch Quetschung oder Kompression (z.B. Bandscheibenvorfall), Durchtrennung (z.B. infolge einer Amputation) oder durch Erkrankungen (z.B. Gürtelrose, Zuckerkrankheit) geschädigt werden. Während akuter Schmerz zunächst meist eine lebensnotwendige Warn- und Schutzfunktion hat und für den Arzt ein wichtiges Leitsymptom in der Diagnosefindung darstellt, ist der chronische Schmerz ohne Nutzen und für den betroffenen Patienten sehr quälend und belastend. Einer konsequenten Schmerzbeseitigung kommt daher besondere Bedeutung zu . Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz von Schmerzmitteln ist eine Analyse nach Schmerztyp, Schmerzdauer, Schmerzsymptomatik und die Beachtung von Kontraindikationen.

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