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Wenn Rhythmus bewegt: Verarbeitung von Sprache und Musik im Gehirn

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6. Juli 2026
PD Dr. Johanna Rimmele
Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik

Sprache und Musik sind grundlegende Bestandteile unseres Alltags. Sie prägen Kommunikation und soziale Interaktionen und tragen wesentlich zu Wohlbefinden und psychischer Gesundheit bei. Beim Hören von Musik regt insbesondere der Rhythmus unseren Körper zur Bewegung an. Dies verdeutlicht die enge Verbindung zwischen Hör- und motorischem System. Tatsächlich wird das motorische System nicht nur während aktiver Bewegung, sondern auch beim passiven Hören von Sprache oder Musik aktiviert. Darüber hinaus wird Rhythmus mit einer verbesserten Erinnerung an sprachliche Inhalte in Verbindung gebracht, möglicherweise durch Wechselwirkungen zwischen motorischen, Belohnungs- und Gedächtnissystemen des Gehirns. Interessanterweise unterscheiden sich Menschen darin, wie stark ihr motorisches System beim Hören von Klängen aktiviert wird. In ihrem Vortrag präsentierte Dr. Rimmele mehrere Studien, in denen mithilfe von Verhaltensmessungen, computergestützten Modellierungsansätzen sowie Magnetenzephalographie (MEG) und Elektroenzephalographie (EEG) untersucht wurde, wie die individuelle Stärke der Rekrutierung des motorischen Systems mit der Wahrnehmung und dem Gedächtnis für Sprache und Musik zusammenhängt.

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