Kinder und Jugendliche im psychischen Krisenmodus – Fakt oder Fiktion?
Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist seit der SARS-CoV2-Pandemie in aller Munde, da während dieser Zeit vor allem durch den Lockdown ausgelöst depressive Episoden, Angst- und Essstörungen deutlich zugenommen haben. Obwohl die Symptomatik seit dem Ende der pandemischen Maßnahmen bei Kindern und Jugendlichen deutlich rückläufig ist, gibt es zahlreiche Diskussionen über einen Anstieg psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen sowie Klagen über lange Wartezeiten und eine nicht ausreichende Versorgungslage. In ihrem sehr engagiert und leidenschaftlich vorgetragenem Vortrag stellte Prof. Freitag aktuelle Studien zur psychischen Gesundheit aus Deutschland vor und interpretierte sie kritisch im Langzeitverlauf über die letzten Jahrzehnte.
Zudem zeigte sie wesentliche Risiko- sowie Schutz- und Resilienzfaktoren auf und diskutierte eine an der sozialen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen orientierte Interpretation mit Fokus auf Ressourcen und Problemlösefertigkeiten.

