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Anpassung des Gehirns an sich verändernde Umweltbedingungen

16. November 2026
Prof. Dr. Christian Kell
Überlebensstrategie: Anpassung des Gehirns an sich verändernde Umweltbedingungen

Unsere Umwelt folgt bestimmten Mustern: Auf den Tag folgt die Nacht, auf Helligkeit folgt Dunkelheit. Mit unseren Sinnesorganen und unserem Nervensystem erkennen wir solche Regelmäßigkeiten und lernen daraus. Wer die Regeln kennt, kann vorhersagen, was als Nächstes passiert, und ist der Wirklichkeit damit buchstäblich einen Schritt voraus. Das kann überlebenswichtig sein. Der Vortrag legt dar, wie das Gehirn unsere Überlebenschancen erhöht, indem sich der Organismus an die sich drastisch verändernden Umweltbedingungen anpasst, die mit der Tageszeit einhergehen. Während die Evolution das uralte Wissen über die sich verändernden Lichtbedingungen in unsere Gene geschrieben hat, verlangen Anpassungen an Veränderungen der Umwelt, die nicht über viele Generationen gleichartig sind, dass jede neue Generation Regeln lernt und diese (modifiziert) an die nächste Generation weitergibt. Hier besteht folglich sowohl die Chance kultureller Weiterentwicklung ebenso wie die Gefahr von Fehlentwicklungen oder gesellschaftlichem Stillstand. Der Vortrag schließt mit einer positiven Vision, wie Lehren aus der Vergangenheit einen Beitrag leisten können zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zur Kultivierung innovationsfördernder Rahmenbedingungen.

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