Interviews mit Forschern

Meditation trifft Hirnforschung
Interview mit Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Wolf Singer, Max-Planck-Institut für Hirnforschung und Mitglied des ICN Frankfurt

Prof. Wolf Singer ist einer der bekanntesten Hirnforscher Deutschlands und leitet am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt die Abteilung Neurophysiologie. 2004 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Frankfurt Institute für Advanced Studies (FIAS). Weit über die Fachwelt hinaus bekannt wurde Singer mit seiner Überzeugung, dass Menschen nur einen begrenzten freien Willen haben. Singer ist mit dem buddhistischen Mönch Matthieu Ricard befreundet, der in Nepal in einem Kloster lebt und zugleich als französischer Wissenschaftler große Anerkennung genießt. Gemeinsam haben Singer und Ricard ein Buch über „Hirnforschung und Meditation“ verfasst. > Zum Interview

Forschen, um Demenzkranken das Leben zu erleichtern
Interview mit Prof. Dr. med. Johannes Pantel, ICN Frankfurt

Der Inhaber der Frankfurter Stiftungsprofessur für Gerontopsychiatrie, Prof. Dr. med. Johannes Pantel, entwarf ein Forschungsprojekt, das seine Kooperationspartner an der Universität Heidelberg genauso überzeugte wie die in das Projekt einbezogenen Patienten und deren Betreuer und nicht zuletzt das Bundesgesundheits­ministerium. Bei dem Projekt geht es darum, die Kommunikation und Kooperation in der ambulanten Altenpflege zu fördern. Das Ziel ist es, die Lebensqualität demenz­kranker Menschen zu verbessern. Demenz ist die häufigste und folgenreichste psychiatrische Erkrankung im Alter. > Zum Interview

Einen Preis fürs Bloggen
Interview mit PD Dr. Helmut Wicht, wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. med. Horst-Werner Korf (Dr. Senckenbergische Anatomie/ICN Frankfurt)

PD Dr. Helmut Wicht schreibt neurowissenschaftliche Beiträge für einen Webblog, einem für jedermann zugänglichen Journal, das auf einer Webseite geführt wird. Wicht bloggt in seinem Anatomischen Allerlei pointiert und fundiert zugleich. Dafür erhielt er den ersten Scilogs-Preis für Wissenschaftsblogs. Wicht ist damit einer der Pioniere unter den bloggenden Wissenschaftlern. > Zum Interview

Ein Pionier der Hirnforschung berichtet
Interview mit Prof. em. Dr. Heiko Braak vom ICN Frankfurt

Prof. Dr. Heiko Braak gilt als einer der großen Protagonisten der Neurowissenschaften. Mit Hilfe detaillierter anatomischer Untersuchungen hat Braak ein System entwickelt, um Hirnveränderungen bei der Alzheimer-Krankheit in sechs Stufen einzuteilen. Mit den sogenannten Braak-Stadien wird die systematische Ausbreitung des pathologisches Prozesses der Krankheit verdeutlicht. Braak ist seit seiner Berufung 1980 als Professor für Anatomie an der Universität Frankfurt am Main (Zentrum der Morphologie, Dr. Senckenbergische Anatomie) tätig. 1998 erhielt Braak den Preis des 6. Internationalen Alzheimer Kongresses für Bahn brechende Beiträge zur Erforschung des Morbus Alzheimer in Amsterdam. > Zum Interview

Gen entdeckt, das Einfluss auf die Schmerzempfindlichkeit nimmt
Interview mit Prof. Irmgard Tegeder vom ICN Frankfurt

Schmerzen und Schmerzempfinden gehören für jeden Menschen zur Alltagserfahrung. Das IZN-Mitglied Prof. Dr. Irmgard Tegeder, tätig am Institut für Klinische Pharmakologie der Universitätsklinik Frankfurt, konnte in einer Veröffentlichung in der Zeitschrift Nature Medicine zeigen, dass eine spezifische Genvariante bei Menschen sowohl die Empfindlichkeit bei unmittelbaren (akuten) Schmerzen bei (gesunden) Menschen als auch das Risiko chronischer Schmerzen etwa nach einer Bandscheibenoperation beeinflusst.

Diese vor Schmerz schützende Genvariante trägt etwa ein Viertel der Menschheit in sich. Die Träger zeigen im Vergleich zu Nicht-Trägern eine geringere BH4-Produktion bei einer vorliegenden Entzündung. BH4 ist ein Enzym-Hilfsfaktor, der entscheidend für die Bildung von Botenstoffen des Nervensystems und Stickstoffmonoxid verantwortlich ist. Durch die Studie von Prof. Tegeder ist es gelungen, einen genetischen Beitrag zu dem Risiko festzustellen, dass Menschen neuropathische Schmerzen entwickeln. Neuropathische Schmerzen entstehen u. a. durch traumatische oder entzündliche Schädigungen peripherer und zentraler Nerven. Sie sind oftmals schwer behandelbar. > Zum Interview

IZNF-Welt
Informationen
Neuro-Forschung
Interviews
Links
Stellenbörse
Geschichte der Frankfurter Neurowissenschaften